Ich bin Schweizerin und liebe es, mein eigenes Land zu erkunden. Die Schweiz hat auf kleinem Raum wahnsinnig viel zu bieten (klar, das muss ich ja sagen 😉). Ob kurzer Wochenendtrip oder längere Auszeit: Über die Jahre habe ich vom bekannten Klassiker bis zum versteckten Geheimtipp schon einiges entdeckt. Mein Fokus liegt meistens auf Natur und Wandern, Kulinarik und charmanten Städten – aber je nach Lust und Laune ist alles drin. Preislich? Die Schweiz ist nicht günstig, keine Frage. Ich bewege mich hier maximal im Mid-Budget-Bereich – und selbst der geht schnell ins Geld. Aber mit etwas Planung lassen sich immer wieder echte Perlen finden.
Was dich hier erwartet:
Ich habe in der Schweiz schon so viel gesehen, dass es schwerfällt, alles aufzuzählen – es gibt einfach unendlich viel zu entdecken. Ein paar Favoriten, die ich immer wieder besuche, sind:
Das Berner Oberland gehört zu den beeindruckendsten Regionen der Schweiz und hat wahnsinnig viel zu bieten: spektakuläre Natur, unzählige Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten sowie charmante Dörfer und kleine Städtchen. Ein Highlight jagt das nächste: Lauterbrunnen mit seinen Wasserfällen, das imposante Bergpanorama von Eiger, Mönch und Jungfrau, Brienzer- und Thunersee mit charmanten Dörfern, der beeindruckende Oeschinensee und vieles mehr. Egal, wie oft man hier ist – man entdeckt immer wieder neue Ecken, die begeistern. Gleichzeitig muss man leider sagen: Massentourismus at its best. Besonders bekannte Spots sind oft stark besucht.
Im Wallis zieht es mich immer wieder nach Zermatt und ans Matterhorn – spektakulär, ikonisch und perfekt für Wanderungen. Sion mit seiner charmanten Altstadt und den historischen Burgen lädt zu kulinarischen Erlebnissen und Entdeckungstouren in der Region ein. Der Aletschgletscher beeindruckt jedes Mal aufs Neue mit seiner majestätischen Grösse. Die malerischen Dörfer im Lötschental laden trotz des kürzlichen Naturereignisses zum Erkunden ein – und wer zur richtigen Zeit kommt, kann sogar die legendäre Tschäggättä erleben. Ebenso faszinierend sind die vielen abgelegenen Täler der Region. Zwischendurch darf ein leckeres Raclette mit einem Glas Walliser Wein nicht fehlen.
Im Tessin fühlt man sich sofort wie im Süden Europas: Palmen, Seeufer und eine mediterrane Atmosphäre prägen die Region. Locarno und Ascona am Lago Maggiore versprühen pure Dolce Vita. Wer Natur liebt, entdeckt wunderschöne Täler wie das Valle Verzasca und malerische Wanderwege an glitzernden Seen. Überall trifft man auf idyllische Dörfer mit den typischen Steinhäusern (Rustico). Kulinarisch ist das Tessin ein echtes Highlight: Von Polenta über Risotto bis hin zu feinem Tessiner Wein – hier schmeckt man förmlich die Sonne auf dem Teller.
Graubünden ist ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Davos und Poschiavo laden zu fantastischen Wanderungen ein, und wer mit der Rhätischen Bahn unterwegs ist, erlebt eine atemberaubende Strecke und kann das beeindruckende Landwasser-Viadukt bestaunen. Überall trifft man auf idyllische Dörfer, klare Bergseen und hochalpine Landschaften, die zum Staunen einladen. Kulinarisch überzeugt Graubünden mit Spezialitäten wie Capuns, Bündnerfleisch oder Wild.
Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Tatsächlich habe ich über die Jahre noch viele weitere Orte entdeckt, die ich in separaten Blogbeiträgen vorstellen werde – von klassischen Touristen-Hotspots bis zu echten Geheimtipps. Die Schweiz hat einfach unglaublich viel zu bieten, und jedes Mal entdecke ich etwas Neues, das mich total begeistert.
| Kategorie | Bewertung | Kommentar |
| Mobilität | ★★★★★ |
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| Sicherheit | ★★★★★ | Die Schweiz ist ein sehr sicheres Reiseland, man kann sich fast überall unbesorgt bewegen. |
| Unterkünfte | ★★★★☆ |
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| Kulinarik | ★★★★☆ |
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| Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten | ★★★★★ |
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| Preis-Leistungs-Verhältnis | ★★☆☆☆ |
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| Reisefreundlichkeit & Zugang | ★★★★★ |
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| Gesamt | ★★★★☆ | Die Schweiz ist ein fantastisches Reiseland: beeindruckende Natur, tolle Outdoor-Möglichkeiten, sichere Umgebung und gut funktionierende Infrastruktur. Abzug gibt es nur wegen der hohen Kosten – alles andere stimmt. |
Für die meisten Strecken reicht die SBB-App völlig aus: Planung und Ticketkauf für fast alle Verkehrsmittel sind damit super einfach.
Für Touristen gibt es spezielle Angebote:
Es lohnt sich ausserdem, Spartickets oder Spartageskarten bei der SBB zu prüfen. Zusätzlich bieten viele Gemeinden vergünstigte SBB-Tageskarten an, die man im Voraus buchen kann. Auch Coop verkauft regelmässig Sondertageskarten für 55 CHF – ein super Deal, vor allem für Reisende ohne Halbtax.
Mein Tipp: ÖV first – Züge, Busse, Seilbahnen und Schiffe sind zuverlässig und bringen dich selbst an die abgelegensten Orte.
Auto fahren ist in der Schweiz gut möglich, auch in den Bergen und abgelegenen Regionen. Fast alle Orte und Sehenswürdigkeiten sind mit dem Auto erreichbar – wobei es auf Bergstrassen auch mal eng, steil oder kurvig werden kann. Und wenn man denkt, da passt kaum ein Auto durch, kommt garantiert das gelbe Postauto um die Ecke. 🤣
Ein Restaurantbesuch kann in der Schweiz schnell ins Geld gehen – daher lohnt es sich, auf Alternativen zu setzen.
In der Schweiz ist Trinkgeld nicht verpflichtend, da der Service im Preis bereits enthalten ist. Wer zufrieden ist, rundet meist auf oder gibt 5–10 % der Rechnung.
Übernachten in der Schweiz ist teuer – da gibt’s nichts schönzureden. Eine perfekte Lösung habe ich selbst nicht gefunden, das nervt mich genauso. Sparen lässt sich aber, wenn man die Hauptreisezeit meidet oder nicht direkt im Touri-Hotspot übernachtet. Dank ÖV ist man meist schnell vor Ort und kann so auch von günstigeren Unterkünften aus problemlos Ausflüge machen.
Vielleicht habt ihr schon mal von der Hotelcard gehört. Ich hatte sie selbst eine Zeit lang – aber ehrlich gesagt, ich war kein Fan. Die Angebote haben für mich selten gepasst: oft war das Hotel schon ausgebucht oder trotz Rabatt immer noch zu teuer. Am Ende habe ich sie kaum genutzt. Für mich persönlich war es eher rausgeschmissenes Geld.
In vielen Destinationen der Schweiz erhält man bereits ab einer Übernachtung automatisch eine Gästekarte – oder kann sie günstig dazukaufen. Damit nutzt man den öffentlichen Verkehr vor Ort meist gratis und profitiert zusätzlich von Vergünstigungen auf zahlreiche Attraktionen, Bergbahnen oder Aktivitäten. Eine Übersicht der Angebote findet man u.a. auf der Seite von Schweiz Tourismus. Unbedingt in der Unterkunft nachfragen oder auf der regionalen Tourismus-Webseiten nachschauen.
Der Swiss Coupon Pass bietet über 100 "2 für 1"- oder 50%-Rabatte auf Ausflüge, Sehenswürdigkeiten und Restaurants in der ganzen Schweiz. Er kostet rund 45 CHF und lohnt sich schnell, wenn man mehrere Aktivitäten oder Eintritte nutzt. Ideal für alle, die viel erleben wollen – weniger für Reisende, die hauptsächlich wandern oder Natur geniessen.
Die Reka-Card ist eine Art Ferienwährung in der Schweiz, die man oft mit Rabatt (z. B. 20 %) kaufen kann. Bezahlen kann man damit bei unzähligen Partnern – von SBB über Bergbahnen bis zu Hotels, Restaurants oder Tankstellen. Wer Zugang zu Reka hat (z. B. über den Arbeitgeber oder über ein Reka-Konto), spart damit bei vielen Ausgaben auf Reisen direkt mit. Neben dem Zahlungsmittel betreibt Reka auch eigene familienfreundliche und moderne Ferienanlagen in der Schweiz und im nahen Ausland. Alle Details dazu findet ihr auf der Reka-Seite.
Offizielle Währung ist der Schweizer Franken. Euro wird manchmal akzeptiert, aber zu einem schlechten Kurs. In der Schweiz ist Kartenzahlung (Kredit- und Debitkarte) fast überall möglich. Twint ist ebenfalls sehr verbreitet und praktisch, falls Karten einmal nicht akzeptiert werden. Wer keinen Schweizer Wohnsitz hat, kann die Twint Prepaid-App auch mit gewissen ausländischen Nummern nutzen. Bargeld braucht man nur selten. Bancomaten gibt’s fast überall – Abhebungen können Gebühren kosten.
Die Schweiz ist ein Paradies für Wanderer: Berge, Seen und Aussichtspunkte sind kostenlos zugänglich, die Wege bestens gepflegt und dank Schweizer Wanderwege hervorragend ausgeschildert. Für die Planung setze ich vor allem auf Swisstopo, SchweizMobil und Schweizer Wanderwege. Ergänzend können auch Apps wie Komoot oder AllTrails nützlich sein. Zusätzlich lohnt es sich, die Webseiten der jeweiligen Regionen zu checken – dort findet man oft Infos zu Routen, aktuelle Bedingungen (Wetter, Wegzustand, Betriebslage etc.) und Karten.
Unterwegs gibt es viele Berghütten, in denen man eine Mahlzeit geniessen oder einfach ein Bier trinken kann. Trotzdem gilt: immer genügend Proviant einpacken – vor allem Wasser.
Sehr wichtig ist die richtige Vorbereitung: Unbedingt passende Schuhe tragen und je nach Tour wetter- und geländegerechte Kleidung wählen. In den Alpen kann das Wetter schnell umschlagen, daher sollte man Touren immer gut planen und auf aktuelle Prognosen achten.
Wer alleine unterwegs ist, sollte zusätzlich die Rega-App nutzen und den Live-Standort teilen – ein einfaches Extra, das im Notfall entscheidend sein kann. Und bitte: Kühe in Ruhe lassen (besonders mit Jungtieren), Schilder beachten und den Müll wieder mitnehmen.
Die Schweiz ist kulinarisch unglaublich vielseitig: Von regionalen Spezialitäten über internationale Küche bis hin zu kreativen Restaurants findet man alles – und zwar in jeder Preisklasse. Klassiker wie Fondue, Raclette, Rösti, Zürcher Geschnetzeltes, Älplermagronen, Birchermüesli oder Basler Läckerli gehören genauso dazu wie die typischen Spezialitäten der Regionen – etwa Capuns in Graubünden oder Risotto im Tessin.
Ein Highlight sind die vielen Wochenmärkte, auf denen man frische Produkte direkt von den Produzenten kaufen kann. In grösseren Städten bieten moderne Foodcourts zudem eine bunte Mischung aus Streetfood und internationaler Küche.
Auch Getränke kommen nicht zu kurz: Besonders das Wallis und die Waadt sind für ihre Weine bekannt. Zudem boomt die Craft-Bier-Szene. Und wer abends ausgehen will, findet eine lebendige Barszene – von traditionellen Weinstuben bis zu hippen Cocktailbars.
Die beste Reisezeit hängt stark davon ab, was man in der Schweiz unternehmen möchte. Grundsätzlich gilt: Ferienzeit meiden – dann sind Züge, Ausflugsziele und Hotspots deutlich voller. Eine Übersicht über die Schulferien in der Schweiz (jeder Kanton hat seine eigenen Regeln) findet man auf der TSC-Seite. Dazu kommen noch viele internationale Touristen, die vor allem in den Sommer- und Wintermonaten anreisen.
Mein persönlicher Favorit ist der September: Das Wetter ist meist stabil und angenehm, die grossen Ferien sind vorbei, und es ist insgesamt deutlich entspannter und günstiger zu reisen.
Die Schweiz hat vier Landessprachen – Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch – und jede Region bringt ihre eigene Kultur mit. Gerade die Unterschiede machen das Reisen spannend: In der Deutschschweiz lebt und isst man anders als im Tessin oder in der Romandie, und auch die Mentalität ist von Region zu Region verschieden. Diese Vielfalt ist typisch Schweiz – kompakt, abwechslungsreich und immer wieder überraschend.
Englisch wird fast überall verstanden, sodass man sich gut zurechtfindet.
Wer nicht alles mitschleppen möchte, kann sein Gepäck bei der SBB bequem aufgeben – es gibt verschiedene Angebote. An den meisten Bahnhöfen stehen zudem Schliessfächer in verschiedenen Grössen zur Verfügung (eine Reservation ist nicht möglich). Alternativ kann man sein Gepäck auch direkt im SBB-Reisezentrum abgeben und dort sicher aufbewahren lassen.
In der Schweiz ist die Netzabdeckung sehr gut – selbst in vielen Bergregionen hat man Empfang. Wer sich für eine SIM oder eSIM entscheidet, ist mit dem Swisscom-Netz am besten bedient, da es (mit wenigen Ausnahmen) die beste Abdeckung bietet. In Städten, Zügen und Hotels findet man fast überall WLAN, oft sogar gratis. Gratis SBB-WiFi gibt es an vielen grösseren Bahnhöfen und in gewissen Zügen.