2 Wochen Roadtrip durch die Highlands
Im Mai 2026 waren wir zwei Wochen in Schottland. Von Glasgow aus ging es in die Highlands, wo wir mit unserem gemieteten Camper dramatische Landschaften, Whiskys und wechselhaftes Wetter geniessen durften.
Glasgow
Unser Trip begann in Glasgow und die Stadt hat uns direkt abgeholt.
Übernachtet haben wir im The Social Hub Glasgow. Ein wirklich rundum gelungenes Hotel mit stylischen Zimmern, top ausgestattetem Gym, einer richtig guten Rooftop Bar und einem Frühstück, das sowohl Veganer als auch Nicht Veganer glücklich macht. Dazu eine super Lage und das Ganze zu einem fairen Preis.
Sightseeing technisch hat uns vor allem die Street Art Szene beeindruckt. Das Viertel rund um das Fellow Glasgow Residents Mural ist voll davon. Ebenfalls sehenswert sind die Glasgow Necropolis mit Blick auf die beeindruckende St. Mungo’s Cathedral und die fast schon Hogwarts-mässige University of Glasgow.
Kulinarisch hat Glasgow ebenfalls geliefert. The Pot Still ist ein gemütlicher Pub mit riesiger Whisky Auswahl. Die Shilling Brewing Company bietet viele verschiedene Biere und leckere Pizza, auch vegan. Die Drygate Brewing Co. war unser Highlight mit super Essen, toller Bierauswahl und angenehmer Atmosphäre. Im Merchant Square gibt es viele kulinarische Optionen, wir waren im Momo Hub Mother Nepal.
Und ja, bei Sports Direct sind wir komplett eskaliert. Die Preise sind einfach zu gut.
Loch Ness & Umgebung
Weiter ging es Richtung Loch Ness. Der See selbst ist eindrücklich gross, aber das Highlight war für uns Urquhart Castle. Zwar mehr Ruine als Schloss, aber sehr fotogen und definitiv einen Stopp wert.
Unsere erste Nacht verbrachten wir auf dem Loch Ness Bay Camping, eine solide Basis für die Gegend.
Richtig begeistert hat uns dann Glen Affric. Wildcampen, kochen an Picknickplätzen, kaum Leute. Genau unser Ding. Ein wunderschönes Tal mit tollen Wandermöglichkeiten und deutlich weniger touristisch als viele andere Spots.
Tipp: Tickets für das Urquhart Castle muss man vorher online buchen. Wir konnten gleich ein Ticket für eine Stunde später kaufen
Glenfinnan
Glenfinnan Viaduct, der berühmte Harry Potter Viadukt, ist definitiv ein Highlight und zusammen mit dem Glenfinnan Monument ein richtig schöner Spot.
Die Parksituation ist zwar etwas mühsam, aber die Aussicht macht das schnell wett. Es gibt mehrere tolle Viewpoints und Wanderungen. Wir fanden den Glenfinnan Viaduct Viewpoint East am besten, da dort deutlich weniger los war.
Ben Nevis
Wir sind vom Visitor Center aus auf den Ben Nevis gestartet und waren insgesamt etwa fünf bis sechs Stunden für Auf- und Abstieg unterwegs.
Das Wetter war allerdings richtig schlecht, mit Regen und Hagel beim Aufstieg und oben angekommen null Sicht und viel Schnee. Trotzdem war es eine richtig gute Erfahrung. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und gut machbar. Bei besserem Wetter hat man sicher eine mega Aussicht.
Übernachtet haben wir im Glen Nevis Caravan and Camping Park, ein riesiger Campingplatz in der Nähe des Visitor Centers. Sehr gut ausgestattet, aber gross, eher unpersönlich und nicht ganz günstig.
Glencoe
Glencoe war für uns überraschend die einzige kleine Enttäuschung der Reise. Wenn man sowieso durchfährt, kann man es gut mitnehmen, schön ist es auf jeden Fall. Extra nochmals hinfahren würden wir aber nicht. Dafür war der Caolasnacon Caravan and Camping Park ein echtes Highlight. Sehr günstig und direkt an einem See gelegen.
Eilean Donan Castle
Eines der absoluten Highlights war das Eilean Donan Castle. Wir hatten perfektes Wetter und kaum Wind, wodurch sich das Schloss im Wasser gespiegelt hat. Ein echter Bilderbuch-Moment.
Übernachtet haben wir im Ardelve Camping, ein günstiger und schöner Camping, von wo aus man sogar zum Schloss laufen kann. Direkt daneben gibt es Manuela’s Wee Bakery mit unglaublichen Cookies. Wir waren gleich zweimal dort. Ebenfalls gleich um die Ecke ist die Fairytale Distillery, vermutlich die süsseste Destillerie überhaupt. Die Pizzeria war leider geschlossen, hat aber ebenfalls einen guten Eindruck gemacht.
Tipp: Man kann auch spätabends kostenlos auf das Schlossgelände. Auch die Brücke war am Abend noch zugänglich.
Isle of Skye
Die Isle of Skye hat landschaftlich richtig abgeliefert, ist aber auch ziemlich touristisch.
Portree ist eine süsse kleine Hafenstadt und perfekt für einen kurzen Stopp. Deutlich ruhiger ging es am Brother’s Point zu, ein toller Landvorsprung und nicht überlaufen. Der Old Man of Storr bietet eine sehr schöne Wanderung mit krassem Ausblick, ist aber auch sehr touristisch. Wenn man nach dem Viewpoint noch ein Stück weiter hochläuft, kann man den Ausblick ungestört geniessen.
Der Quiraing bzw. der Quiraing Walk war eine richtig starke Wanderung mit beeindruckender Landschaft. Der Weg dorthin ist allerdings etwas mühsam, da es sich um eine Single Track Strasse mit viel Verkehr handelt. Ähnlich ist es beim Neist Point, wunderschön mit Leuchtturm und einer der besten Spots auf Skye. Allerdings sehr touristisch und die Anfahrt braucht etwas Geduld.
Whiskytechnisch hat Skye auch einiges zu bieten. Die Talisker Destillerie bietet tolle Touren mit kleinem Tasting, bei denen man überall Fotos machen konnte. Auch die Torabhaig Distillery ist sehr empfehlenswert. Die Tour war super, mit Tasting am Schluss, und die Destillerie ist von aussen mega fotogen. Ein Stopp lohnt sich bei The Misty Bottle, ein süsser kleiner Shop mit guter Auswahl an Gin, Bier und Whisky. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist die 57° Skye Distillery, eine kleine Destillerie, bei der ich zweimal spontan ein Tasting gemacht habe, einmal Whisky und einmal Gin.
Übernachtet haben wir eine Nacht am An Corran Beach beim Wildcampen am Strassenrand, weil wir keinen Platz mehr auf einem Campingplatz bekommen haben. Die zweite Nacht konnten wir dann kurzfristig auf dem Kinloch Campsite reservieren.
Tipp: Tickets für die Destillerien sind online erhältlich. Wenn online nichts verfügbar ist, lohnt sich ein Anruf.
Tipp: Auf Skye gibt es nicht so viele Campingplätze und sie sind oft ausgebucht. Eine Reservierung lohnt sich. Es gibt aber auch viele Gratisplätze für Wildcamping.
Tipp: Die Fähre zwischen Armadale und Mallaig sollte man im Voraus buchen. Wir haben kurzfristig online kein Ticket mehr bekommen und mussten deshalb über die Brücke fahren. Soweit wir wissen, kann man vor Ort keine Tickets mehr kaufen, ganz sicher sind wir uns aber nicht.
Rückfahrt nach Inverness
Auf dem Rückweg machten wir Halt bei der Glenmorangie Distillery und das war tatsächlich die beste Tour der Reise. Eine grosse Anlage, sehr professionell gemacht, mit gutem Shop und schöner Bar.
Unsere letzte Nacht verbrachten wir auf dem Barrow Campsite in Nairn. Ein entspannter Abschluss, bevor es zurückging.
























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